4 – Hua Hin Beach

Durch eine Gasse aus den in aller Welt gleichen Buden mit immer den gleichen, ebenso billigen wie geschmacklosen T-Shirts, Hosen, Sarongs, Hüten und anderem Schnickschnack, komme ich irgenwann endlich an den Zugang zum Strand.

Vor mir liegt ein ca 20 – 30 Meter breiter endloser hellgelber Sand-Strand und ein blassblaues, flaches Meer. Über 4 Kilometer zieht sich der Stadtstrand hin. Schön siehts aus, wenn auch schmaler als erwartet. Am Eingang werben noch ein paar Ponys für einen Strandritt für Lauffaule und Kinder. Aber sonst gibt es hier kaum Buden oder Stände.

Ich bin verblüfft: Ich habe ein vollen oder zumindest gut besuchten Strand erwartet angesichts der vielen rotverbrannten oder tiefbraunen Urlauber, die überall durch die Straßen schnüren. Aber nichts da!

Links und rechts des Zugangs sind noch ein paar Leute und es werden Ponys zum Reiten angeboten, aber soweit ich nach Süden blicken kann, sehe ich nur alle paar hundert Meter größere Ansammlungen von Badegästen. Dazwischen nichts als Sand und ein paar verstreute Fußgänger. Das wundert mich nun doch.

Begrenzt ist der ca 20-30 m breite Strand auf ganzer Länge von einer eher bröckeligen Mauer. Neben dem Strand sind unzählige Ressorts, vorallem der hochpreisigen Art wie Hilton&Co, und einige riesige weiße Hochhäuser. Aber zu meiner größten Verwunderung gibt es nur ganz wenige, weit voneinander entfernte Strandlokale oder Zonen, wo Liegen zu mieten sind. Keine Welle auf dem blassblauen Meer, man kann endlos weit schauen.

Ok, denke ich, dann spaziere ich eben bis zu meinem Viertel, das ja direkt am Meer liegt. Tapfer stapfe ich los, die Sonne brennt gnadenlos. Nach einer knappen Stunde habe ich höllischen Durst, muss aber weiter aushalten, bis endlich ein Restaurant kommt. Keine Buden sonst am Strand- nichts.

Das Restaurant ist so nichtssagend, dass ich mir nicht mal den Namen gemerkt habe, aber es hat ein großes Sonnendach über einer lieblos betonierten Terrasse. Schatten! Es gibt nur ein paar wenige freie Tische. Unten auf dem Strand drängeln sich um die 100 Liegen und Sonnenschirme – alles pickepacke voll. Der diensthabende Chef kommandiert gehetzte Kellner herum, der älteste ist ein krummer Opa, der so aussieht, als sollte er lieber auf der Bank am Meer sitzen.

Neben ein paar einzelnen Paaren haben sich hier eher eine Art Landsmannschaften-Großgruppen zusammengefunden, die hier offenbar gewohnheitsmäßig ihre Stammtischtreffen abhalten. Ich ertappe mich bei dem Gedanken: Mann, diese Rentner. Upps… ich habe wiedermal vergessen, dass ich ja auch zu der Spezies gehöre. Ich glaube, ich kann irgendwie vielleicht nie so alt werden, dass ich mich zu solchen Gruppen zugehörig fühle. Morgens vom Hotel an den Strand, mittags zwei Stunden Gruppentreffen im Strandrestaurant, abends dasselbe nochmal aufgeputzt in einem schickeren Restaurant. Ist völlig ok, aber nicht my way. Soll wirklich nicht überheblich klingen, ist einfach nur ein mir fremdes Verhalten.

Nach dem Essen beschließe ich, die Möglichkeit zu nutzen, ein paar Leute auf den Liegen am Strand zu bitten, auf meinen Rucksack aufzupassen damit ich in Ruhe ein Bad nehmen kann. Eigentlich habe ich in Thailand nie Angst vor Diebstahl – das kommt kaum vor, ist schlecht für´s Karma. Aber solche Touristenorte haben ihre eigenen Gesetze.

Sich in die kühlen, besser lauwarmen Fluten zu stürzen, erweist sich aber eher als schwierig. Das Meer ist hier superflach und man muss endlos laufen, bis es auch nur bis zur Hüfte reicht. Endlich bin ich weit genug und kann schwimmen! Herrlich, nach der langen Strandwanderung durch die Hitze. Auf dem Rückweg allerdings gibt es plötzlich „aqua mal“, wie es auf Cuba hieß: Winzige, kaum sichtbare Quallen erzeugen ein unangenehmes Pieken auf dem Körper. Nichts gefährliches, aber nicht sehr angenehm. Trotzdem fühle ich mich nun etwas erfrischt.

Ein Ende des Strandes oder auch nur die Hochhäuser meines Viertels sind noch nicht in Sicht. Ich habe keine Lust mehr auf Wandern in der prallen Sonne. Ich verlasse d3n Strand und erreiche nach ein paar hundert Metern eine Hauptverkehrsstraße. Ich habe keine Ahnung, wo ich bin, aber es fühlt sich nach Backofen an. Ich entdecke auf der anderen Straßenseite eine dieser schicken neuen Einkaufsmalls. Küüühl! – suggeriert mein Gehirn.

Also Abstecher in die riesige Mall, die innen so gar nicht quadratisch, praḱtisch gut (oder vielleicht leicht geschwungen) ist wie in Deutschland. Eine bunte glänzende Shoppingwelt mit Rotunden, verschlungenen Gängen, bunten Rolltreppen und viel Glitzer. Ich schlendere ein wenig, dann fühle ich mich für den Heimweg gerüstet.

Draußen frage ich einen Polizisten(?), ob es hier Linientaxies in mein Viertel gibt. Ja, allerdings wohl genau in die entgegengesetzte Richtung als ich glaubte… Alles ganz schön verwirrend. Ich muss die 6-spurige Straße an der Ampel überqueren. Auch das ist wieder speziell: Ampelphasen dauern hier mindestens 2 Minuten, die verbleibenden Sekunden werden in großer Leuchtschrift heruntergezählt. Und nicht genug damit, am Zebrastreifen steht auf jeder Seite ein Verkehrspolizist (?) mit einer Kelle, der dann auf die Straße springt, um die Fußgänger rüberzulassen.

Ich verlasse das Songtaew etwas zu spät, ich habe die Gegend zu spät erkannt und eben zu spät geklingelt. Aber das ist kein Problem, ich schlendere ja ganz gern durch die abendliche Stadt.

Oh Gott -eine Fatamorgana! Restaurant „Treffpunkt„! Original Schnitzel und deutsche Wurst….kein Kommentar, schnell weg hier, sonst werde ich noch in ein Dirndl gesteckt!

In der flirrenden Uferstraße, in der auch mein Guesthouse liegt, gibt es etliche riesige Restaurants, die am Ende großer Piers liegen, die nur dafür ins Meer gebaut wurden. Sie sind relativ teuer, aber immer voll. Klar, die Aussicht auf das nächtliche Meer ist auch toll mit dem warmen Wind und all den blinkenden Lichtern. Ich habe mir unterwegs an einem Stand etwas zu essen gekauft, aber ich trinke noch ein Bier in einem dieser Piers.

Dann gönne ich mir noch eine dieser wunderbaren, wenn auch heftigen Thaimassagen – 300 Baht(ca 8 Euro) für eine Stunde. Müde uns zufrieden geht mein letzter Tag in Hua Hin zu Ende.

3 – Im Beiwagen durch Hua Hin

Die Mandarin Lodge hat einen hübschen kleinen Pool, zu dem eine kleine Bar gehört. Super: Frühstückskaffee am Pool. Sogar echten Espresso…..denke ich. Dann kommt die Ernüchterung, der Kaffee ist schauderhaft. Und ich kann ihn nicht mal stehen lassen, die nette Frau an der Bar beobachtet mich stolz!

Schnell stürze ich das Zeug runter und greife meinen Rucksack für den Tag unterwegs. Drei Ecken weiter gibts dann eine italienische Kaffeebar und Entschädigung für die Plempe im Hotel. Es ist schon wieder brutheiß und Scharen europäischer Rentner streiten sich um die TukTuks, um zum Strand zu fahren. Gut für die Fahrer, da wird nicht lange um die Preise gefeilscht.

Mein Plan für heute: ein Künstlerviertel, von dem ich gelesen habe, und später der große Strand von Hua Hin. Ich schleiche in der prallen Sonne die große Hauptstraße entlang in der Hoffnung auf ein Songtaew, das mich in die Nähe des Viertels bringt. Jede Menge Verkehr, aber kein Linientaxi. Ich schmelze und habe die Abgase satt. Plötzlich hält eine sehr dunkelhäutige ältere Frau mit einem verschrammten Motorrad mit Beiwagen (!) neben mir. Ein fast zahnloser Mund strahlt mich an:“Taxi?“

Ja, das gefällt mir. Das ist kurios. Ich frage sie nach dem Artist Village Baan Sillapin. Ja klar, kennt sie und über den Preis sind wir uns auch schnell einig. Also hiefe ich mich in den metallic blauen Beiwagen, werde mit einer Handvoll seltsamer Nüsse versorgt und ab geht die Post. Fahrtwind! Meine Köpertemperatur sinkt wohltuend.

Eine ziemlich lange Weile folgen wir der Hauptstraße nach Norden. Die Stadt zieht sich ewig hin. Vorbei an Einkaufsmalls, Hotels, irgendwelchen Firmensitzen, modernen Appartmentblocks. Und vielen Regierungs-und Militärgebäuden, die hier – wie überall – auf großen ummauerten Grundstücken stehen, die thailändische Fahne immer gehisst.

Die obligatorischen weißen Mauern sind immer mit gerafften gelben Stoffbahnen geschmückt – ich weiß, das dies die Farbe des Montags ist und der beliebte König Bumipol an einem Montag gestorben ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das imme damit zu tun hat. Jedenfalls gibt es zudem immer irgendwo einen gold- und glitzergeschmückten prunkvollen Rahmen, in dem ein überlebensgroßes Portrait des wenig beliebten neuen Königs – mal allein, mal mit Gattin, mal mit Mutter – prangt.

Maha Vajiralongkorn ist seit 2016 König und wegen diverser Skandale, seines totalitären Regierungsstils und seiner Demokratiefeindlichkeit ziemlich unbeliebt. Aber – er ist mit ca 70 Milliarden Dollar der reichste Monarch der Welt. Und- er verbringt dem Vernehmen nach einen großen Teil seiner Zeit in Bayern. Ach ja: und auf Majestätsbeleidigung – und sei es ein blöder Witz – steht hier Gefängnis.

Ich bin etwas ausschweifend geworden, aber irgendwie dachte ich, so viele Menschen fahren nach Thailand, aber nicht viele wissen viel darüber, so wie ich noch vor ein paar Jahren.

Zurück zum Ausflug. Nach ziemlich langer Zeit fährt meine wackere Taxibikerin links ran und erklärt mir gebärdenreich, dass sie wohl doch nicht weiter weiß…. Uups. Späte Erkenntnis. Also her mit google. Und siehe da: wir sind falsch und uns trennen ca 12 km vom Ziel. Was soll´s, wir starten neu und ich lotze sie. Ich kann ihr nicht böse sein. Sie ist wirklich ein Original und hat es nicht nur gegen die männlichen Kollegen hier bestimmt nicht leicht. Das Geld hat sie ganz sicher nötig. Und ich habe es nicht eilig – auch wenn der Weg nun mehr als doppelt so lang ist.

Endlich haben wir Baan Sillapin gefunden! Aber verwirrt sehe ich ein großes, staubiges, baumbestandenes Grundstück mit ein paar leeren Kiosken und 5 Statuen… Künstlerdorf?? Meine Fahrerin schaut genauso blöd wie ich und fängt gnadenlos an zu kichern! Schließlich kichern wir beide…. Aber ich steige doch aus und will noch mal in dem unscheinbaren Gebäude nachsehen. Ich bitte sie zu warten und mich zurück zu fahren.

Und es gibt sie doch, die Kunst im Künstler-Village! Das Gebäude ist größer als es aussieht und beherrbergt die Gallerie eines größeren Künstlerkollektivs. Die Ausstellung präsentiert in wilder Mischung nicht nur verschiedene Künstler, sondern auch krass unterschiedliche Kunstgattungen und -stile von martialischen Metallskulpturen aus dem Bereich der Metal Gear und Comic – Welt bis zu ganz traditioneller Malerei, Skulpturen und Schnitzkunst. Ziemlich verrückt, das Ganze. Und nicht etwa getrennt präsentiert, sondern alles hübsch vermischt. Aber spannend anzusehen. Und -ganz nebenbei – hier, wie an vielen Orten, hängt wieder das Bild des alten Königs.

Auf geht´s , zurück ins zentrale Hua Hin. Ich will an den Stadtstrand, der ziemlich lang sein muss. Diesmal gleich mit meinem Navi, denn meine tapfere Bikerin besitzt offensichtlich kein Handy. In kurzer Zeit sind wir diemal am Ziel. Ich steige aus, meine Fahrerin traut sich keine Summe zu sagen. Ich zahle einen guten Preis, was mir ein weiteres strahlendes Lächeln, eine Verbeugung und noch mehr Nüsse einbringt. War eben ein … anderes, schräges Abenteuer…

…und wie es weiterging, erzählt das nächste Kapitel….

ASIEN AGAIN – 1 – Thailand /Malaysia 2025

Schon wieder Asien…? – hat nicht nur ein Freund gefragt. Ja, schon wieder! Denn wenn ich etwas für meine Seele tun will und außerdem Abenteuer und neue Entdeckungen will, dann ist das einfach erste Wahl. Es tut meiner Seele gut: Soviel Lächeln und respektvolle Umgang miteinander, soviel alte – und neue – Kultur, wunderschöne Landschaften …. soviel Farbe, so gutes Essen!. Also ja, schon wieder Asien.

Zwar haben wir die Reise wieder in Bangkok begonnen, in dieser Stadt der krassen Widersprüche, charmant, schwer auszuhalten, magisch, verrückt und doch voller Tradition. Mich fasziniert diese Stadt immer wieder neu. Dennoch habe ich mich entschieden, diesmal nicht über Bangkok zu schreiben, da ich es schon mehrfach getan habe. Dennoch: meine Faszination bleibt für all die Widersprüche: Tradition und Supermoderne, schön und häßlich, Hochhäuser (das höchste 309m) und Millionen kleine Hütten und Häuschen für die Masse.

Die Armut der breiten Masse ist erschreckend, auch wenn ich in den letzten Jahren immer mehr neue Reiche bemerke, für die totschicke Appartment-Giganten hochgezogen werden, was vorher da stand , wird eben platt gemacht. Aber genug davon, das war nur zum Aufwärmen.

Erst mit der zweiten Etappe, für die wir uns auf eine gute Woche getrennt haben, soll dieser Bericht beginnen. Mich treibt es südwärts an den Golf von Thailand, in das königliche Seebad Hua Hin, bevor ich auf die Insel Koh Tao, fahren werde – dahin, wo ich bei meinem allerersten Thailandbesuch vor über 10 Jahren das erste Mal hier tauchen war. Revival.

Ich habe mich für den Zug entschieden, um die Küstenstadt Hua Hin, den königlichen Badeort, zu erkunden. Der neue große Bangkoker Terminal Richtung Süden, der Krung Thep Aphiwat Central Terminal, der State Railway of Thailand ist gigantisch und strahlt in purem Marmor, blitzsauber. Riesig… Ich war schon von den 6 Eingängen überfordert.

An allen Zugänge steht mindestens ein Sicherheitsmann mit einem Scanner – Terrorismus ist auch hier ein Thema. Ich war völlig orientierungslos, schier ratlos, zu welchem Einlass ich musste. Aber – der Sicherheitsmann hat sich kurz verbeugt, meinen Koffer gegriffen und mich quer durch den Bahnhof zum richtigen Einlass – fast hätte ich gate gesagt – gebracht. Wie auf dem Flughafen werden jeweils hier an Durchgangsschranken die Tickets gescannt, nur wer am richtigen Aufgang steht, darf rein.

Ich hatte ein Ticket „2. Klasse mit Ventilator“. Schön der schmale, wacheḱelige Einstieg war …besonders. Erstmal drin dachte ich, ich soll in einem historischen Film á la „Brücke vom River Kwai“ mitspielen: Klapprige Holzwagons mit schmalen offenen Durchgängen zum nächsten Wagen, dunkelbraune Kunstledersitzen und zweiteilige Holzfenstern. An der Decke drehten sich fauchend uralte Ventilatoren. Der Gang ist so eng, dass schon ein kleiner Koffer ein Problem ist . Fast alle lassen die Fenster weit offen, es fühlt sich an wie auf offener See. Nur für Menschen wir mich mit einer Zugluft-Phobie ist das schon ein kleines Problem. Was sollś: Sonnenbrille auf, in Tücher gewickelt, schicksalsergeben.

Aber eins funktioniert perfekt: die Versorgung. Pausenlos kommen Händler und Angestellte der Bahn durch die Reihen mit riesigen Mengen Essen jeder nur denkbaren Art: warm, kalt, süss, salzig, scharf in Tüten (auch Suppen!), Schachteln, Bechern, Papier. Und die Thais essen am laufenden Band. Mit der Essenmenge hätte man eine Kleinstadt durch eine Hungersnot gebracht. Und zwischendurch erscheint immer mal ein Angestellter mit dem Wischmopp in den Gängen.

So klapprig der Zug auch aussieht, so sehr er über die Gleise schaukelt und ächzt: Er ist tatsächlich auf die Minute pünktlich, als er nach vier Stunden in Hua Hin einfährt. Einem wunderschönen historische Bahnhof in Rot und Gold mit Säulen, Drachen und anderen Fabelwesen. Und blitzsauber. Auch so ein verrückter Widerspruch: Es gibt hier oft ein Müll- und Dreckproblem, aber: an bestimmten Orten könnte man vom Boden essen.

Sofort fällt ein illegaler Taxifahrer über mich her, aber da ich weiß, wie weit das Hotel entfernt ist, einigen wir uns schnell auf einen vernünftigen Preis und ich bin froh, schnell ins Hotel zu kommen. Wir fahren durch eine quirlige, mit tausenden Lampen und Lämpchen erhellte Stadt, in der es nur so wimmelt. Ein großer Boulevard ist in den Pride- Farben beleuchtet. Schließlich ist Thailand ja auch das Land der Ladyboys, die schon immer als das dritte Geschlecht gelten -lange vor LGBTQ.

Nach einigem Herumgesuche im Gassen Gewirr haben wir das Hotel un gleichnamige Guesthouse Fulay in Meeres Nähe gefunden. Die Fotos in der Annonce waren bestechend schön, so dass ich von meinem sonst eher etwas knickerigen Unterkunftssuchen abgekommen bin, um mir mal was schönes zu gönnen.

Umso größer meine Enttäuschung als mein Zimmer in einem großen Hochhaus ist, direkt neben der Treppe, ohne Ausblick, klein, alt und in die Jahre gekommen. Aber es ist spät, niemand mehr da und ich bin hungrig und müde.

Also ärgern verschoben, ich lasse mir den Weg zum Nachtmarkt erklären, um noch ein bisschen Witterung der Stadt aufzunehmen un zu essen. Die Nachtmärkte gibt es in Thailand in fast jeder Stadt. Hier gibt es gleich mehrere. Der Trubel und die vielen Lichter machen fast ohne Alkohol betrunken – gut so, denn heute gibt s zu meiner Enttäuschung keinerlei Schlaftrunk: Für 36 Stunden herrscht Alkoholverbot: es sind Wahlen in Thailand.

Ich lasse den Nachtmarkt mit viel zu viel Touristen und zu wenigen Einheimischen hinter mir und esse für ein paar wenige Taler an einer kleinen Bude an einer Ausfallstraße. Satt, müde und ohne Bier falle ich dann in mein leicht wackelige Bett.